Deutscher Gewerkschaftsbund

20.02.2020

Internationaler Frauentag 2020

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Internationaler Frauentag (Bochum)

Anmeldung bis zum 28.02.2020 unter:   http://formulardienst.bochum.de/Frauentag

 

Programm:

 

Sektempfang

10:00 Uhr

 

Begrüßung durch Thomas Eiskirch (Oberbürgermeister Stadt Bochum), Regina Cazjka (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Bochum), Bettina Gantenberg (Vorsitzende DGB Bochum) & Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff (Direktor DBM)
10:30 Uhr

 

Gemütliches Beisammensein bei Fingerfood und Getränken

11:00 Uhr

 

Workshops und Führungen (Inhalte siehe weiter unten)

12:00 Uhr

 

Kabarett - Anny Hartmann "NoLobby is perfect."

14:00 Uhr

 

Während der Veranstaltung wird die Kunstinstallation GANG-ART von Inge Brune gezeigt.

 


Kabarett „NoLobby is perfect.“

 

Anny Hartmann – die pazifistische Schnellfeuerwaffe des politischen Kabaretts – präsentiert ihr neues Programm „NoLobby is perfect.“

 

Als Diplom Volkswirtin besitzt sie das Handwerkszeug wirtschaftliche und politische Winkelzüge zu durchblicken. Diese bereitet Anny Hartmann amüsant, schnell, bissig und leicht nachvollziehbar auf. Oder wie es eine Zuschauerin formulierte: „Sie haben uns das erklärt, als ob wir Vier-Jährige wären, ohne dass wir uns dabei wie Vier-Jährige gefühlt haben.“

Wer Anny Hartmann live sieht, kann sich ein paar Semester VWL-Studium ersparen. Und wer sie nicht gesehen hat, hat was verpasst. Anny Hartmann ist schnörkellos und unangepasst, besitzt einen scharfen Verstand und eine ebenso scharfe Zunge, sie ist inspirierend aktivistisch und erfreulich konstruktiv.

 


Workshop 1:

 

„Beunruhigende Aktualität der Vergangenheit - Rechte Geschlechterbilder in der Arbeitswelt“

12:00 bis 13:30 Uhr (Anzahl der Teilnehmenden: 35)

 

In einem Werbefilm aus den 1950er Jahren heißt es: „Sie wissen ja, eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?“ Die Geschlechterbilder dieser Zeit gaben eindeutige Antworten auf die Fragen, welche unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen Frauen und Männern einzunehmen haben und welche Eigenschaften ihnen qua Geschlecht zugeschrieben werden. Aktuell haben autoritäre Vorstellungen, elitäres Denken und die Frage nach Herkunft in der politischen Landschaft wieder Konjunktur und sind fundamental mit der gegenwärtigen Diskussion um heterogenere Geschlechterbilder verbunden. Nicht nur, aber insbesondere auch im Bereich rechter Ideologie, wird der Ruf nach einer Rückbesinnung auf tradierte Rollenbilder der Vergangenheit lauter. Inwiefern solche Geschlechterstereotype gepaart mit gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen die emanzipatorischen und gleichstellungspolitischen Errungenschaften der letzten 70 Jahre bedrohen, soll im Workshop erläutert und diskutiert werden.

 

Leitung: Sarah Lillemeier und Mark Haarfeldt (DGB Bildungswerk BUND e.V.)

 


Workshop 2:

 

„Gleiche Bezahlung für Frauen, Tarif ist Trumpf: fairsorgen – fairgüten – fairteilen“

12:00 bis 13:00 Uhr und 13:00 bis 14:00 Uhr (Anzahl der Teilnehmenden: jeweils 35)

 

Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit – dieser Grundsatz ist bis heute nicht für alle Frauen und Männer umgesetzt. Obwohl junge Frauen mittlerweile besser qualifiziert sind als gleichaltrige Männer, verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer und steigen seltener in Führungspositionen auf. Dort, wo Tarifverträge gelten, verdienen Frauen mehr und die Entgeltlücke ist kleiner. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht deshalb zum Internationalen Frauentag 2020, auf die frauen- und gleichstellungspolitische Bedeutung von Tarifbindung, die ungleiche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen und auf die Notwendigkeit zur Überprüfung betrieblicher Entgeltstrukturen aufmerksam. Woher kommen diese „Gender Gaps“ und was ist zu tun, um die Lücken bei Arbeitszeit, Entgelt und Rente zu schließen?

 

 

Leitung: Dunja Langer (Politische Referentin in der Abteilung Frauen, Gleichstellungs- und Familienpolitik beim DGB Bundesvorstand, zuständig für die Themen Gleichstellung in der Tarif- und Pflegepolitik und betriebliche Entgeltgleichheit).

 


Workshop 3:

 

„Stimme erheben! …einfach singen!“

12:00 bis 12:45 Uhr und 13:00 bis 13:45 Uhr (Anzahl der Teilnehmenden: jeweils 50)

 

Die Wuppertaler Sängerin Iris Panknin ist bekannt durch regelmäßige Auftritte ihrer Band, den Iris Panknin Brothers, zu der auch der Pianist Burkhard Heßler gehört. Ihren Stil nennen sie jazzymotional soulful Pop und sie verstehen Musik als Unterhaltung im besten Sinne: Nicht nur als kurzweilige Zerstreuung einer unterhaltsamen Darbietung, sondern vor allem als Austausch und Dialog einer Unterhaltung, die ohne Worte geführt wird. Denn im gemeinsamen Erarbeiten und Vortragen von Liedern liegt eine große Kraft, sich neu zu erfahren und im Bezug auf andere wahrzunehmen. Das erlebt Iris Panknin auch als Mitorganisatorin des internationalen und multikulturellen Frauenchors »Women of Wuppertal«, wo das miteinander und voneinander Lernen unabhängig individueller Erfahrungen, Kultur und Sozialisierung Weg und Ziel zugleich ist. Diesen »Chorgeist« zu erleben, sich darauf einzulassen, herkömmliche Kommunikationsformen zu verlassen, ist das Ziel des Workshops, den das Künstlerduo allen anbietet, die Inspiration für den kommunikativen Alltag suchen – als Individualistin wie als Führungskraft. Vorbedingungen gibt es keine, Neugier ist wichtiger als Talent – und Spaß ist garantiert.

 

Leitung: Iris Panknin (Sängerin) und Burkhard Heßler (Pianist)

 

 

 


Führung 1:

 

„Führung durch das Schaubergwerk“

12:00 bis 13:00 Uhr und 13:00 bis 14:00 Uhr (Anzahl der Teilnehmenden: jeweils 30)

 

War das Deutsche Bergbau-Museum Bochum eigentlich einmal eine Zeche? Nein, war es nicht. Aber in 20 Metern Tiefe unterhalten wir ein Anschauungsbergwerk, das einem realen Bergwerk nachgebildet wurde. Das Streckennetz umfasst etwa 2,5 km - davon öffentlich zugänglich sind 1,2 km.

Im Anschauungsbergwerk können unsere Besucherinnen und Besucher neben imposanten Maschinen auch den mühevollen Arbeitsalltag der Bergleute erleben. Wie waren die Arbeitsbedigungen unter Tage und welche technische Entwicklungen haben diesen Alltag verändert? Folgen Sie dazu den Themenrundgängen Steinkohlenbergwerk und Eisenerzbergwerk. Eine Fahrt im Seilfahrtsimulator rundet den Besuch des Anschauungsbergwerks ab.

Leitung: Deutsches Bergbau Museum


Führung 2:

 

„Bergbau. Steinzeit mit Zukunft“

12:00 bis 13:00 Uhr (Anzahl der Teilnehmenden: 20)

Rohstoffe begleiten den Menschen seit jeher. Ihre Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung haben sich und die Menschheit im Laufe der Zeit verändert. Die Erforschung dieser Themen ist Aufgabe des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, das seit 1977 mit der Aufnahme in die Blaue Liste zum Forschungsmuseum wurde.

Der zweite Rundgang vermittelt dies in vielfältiger Art und Weise: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Disziplinen Archäometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde und Montanarchäologie beleuchten die Geschichte des Bergbaus von der Steinzeit über die Antike bis in das Mittelalter, der Frühen Neuzeit über die Industrialisierung bis in die Gegenwart – und wagen am Ende auch einen Blick in die Zukunft des Bergbaus tief in der See oder im Weltraum. Dies geschieht anhand von gut 1.150 Objekten, die verdeutlichen, dass das Verhältnis des Menschen zum Bergbau auch das Zusammenspiel von technischer Weiterentwicklung und Lösungskompetenz sowie von Wissenserwerb und Macht ist.

Leitung: Deutsches Bergbau Museum

 


Führung 3:

 

„Bodenschätze. Ressourcen der Erde“

13:00 bis 14:00 Uhr (Anzahl der Teilnehmenden: 20)

Bodenschätze sind – mit Ausnahme von Wasser – alle festen, gasförmigen oder flüssigen mineralischen Rohstoffe, die in natürlichen Ablagerungen oder Ansammlungen, den sognannten Lagerstätten, vorkommen. Man findet sie in oder auf der Erde, im Wasser, auf dem Meeresgrund und im Meeresuntergrund. Ihre Vorkommen sind endlich. Doch für den Menschen haben sie einen hohen Nutzen, die heutige technikorientierte Welt wäre ohne Georessourcen nicht mehr denkbar. Damit hat ihre bergbauliche Gewinnung über und unter Tage auch einen hohen wirtschaftlichen Wert. Der Rundgang beginnt mit geowissenschaftlichem Basiswissen: Wie alt ist die Erde? Was sind Minerale und Gesteine? Wie und wo entstehen Lagerstätten? Im Rohstofflabor werden dann Vorkommen und Nutzung an Mitmachstationen unter die Lupe genommen. Denn nicht immer lässt sich Rohstoffeinsatz auf den ersten Blick erkennen, Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten sind immens. Doch die Nutzung von Georessourcen hat Vor- und Nachteile. Ihre Nutzung ist auch eine Frage der Verantwortung.

Leitung: Deutsches Bergbau Museum

 

 

 


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