Deutscher Gewerkschaftsbund

Equal Pay Day 2015: Gewerkschaftsfrauen fordern Recht auf mehr

F rauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt immer noch knapp 22 Prozent weniger als ihre Kollegen. Der Equal Pay Day markiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um rechnerisch das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31.12. des Vorjahres hatten. Dieser Tag fällt in 2015 auf den morgigen Freitag, den 20. März. Noch immer besteht eine geschlechtsspezifische Entgeltlücke (Gender Pay Gap), die in verschiedenen Branchen und im ländlichen Raum noch weit höher ist.

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen - das gehört ganz oben auf die politische Agenda – nicht nur am Equal Pay Day. Mit 22 Prozent Gehaltsunterschied gehört Deutschland zu den EU-Staaten mit der größten Entgeltdifferenz. Damit das nicht so bleibt müssen die Vorhaben des Koalitionsvertrags zur Frauen- und Gleichstellungspolitik schnellstens konkretisiert und umgesetzt werden.“, verlangt die 2. Bevollmächtigte der IG Metall im Märkischen Kreis Gudrun Gerhardt.

Frauen haben ein “Recht auf Mehr!“ Die Forderungen:

  • Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teil- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können.

  • soziale Absicherung aller Arbeitsverhältnisse, damit alle Arbeitnehmer/innen z. B. Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben.

  • gesetzliche Verpflichtung der Unternehmen ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten.

  • Abschaffung der Mini-Jobs – Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro

  • Einhaltung von Tarifverträgen und des gesetzlichen Mindestlohns, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen.

Solange eine Entgeltlücke besteht, halten wir fest an unserem „RECHT auf Mehr!“, bekräftigt die Gewerkschaftssekretärin.

 

Gender Pay Gap


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