Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 07.10.2016

Gute Arbeit mit Würde für Alle!

Der DGB in Bochum hebt besonders am 7. Oktober, dem „Welttag für menschenwürdige Arbeit“, den vielschichtigen Stellenwert der Arbeit in unserer Gesellschaft hervor. Arbeit sollte Grundlage der finanziellen Absicherung und der persönlichen Lebensplanung sein, ist aber auch gleichzeitig der Grundstock für gesellschaftliche Anerkennung und soziale Teilhabe. Aber Arbeit schützt heute auch bei uns nicht automatisch vor Armut. Löhne von denen man nicht leben kann, unbezahlte Überstunden, Befristungen, Leiharbeit, physische und psychische Belastungen, geschlechterungleiche Bezahlung und Altersdiskriminierung gehören für viele zum Arbeitsalltag. Auf der anderen Seite leben in Bochum über 32.000 Menschen, die Arbeit suchen und denen aktuell die Möglichkeit auf gesellschaftliche Anerkennung und soziale Teilhabe verwehrt ist.

Anne Sandner, stellvertretende DGB Regionsgeschäftsführerin: „Die gut 127.000 Beschäftigten in Bochum brauchen Arbeitsbedingungen, die ihnen ordentliche Lebensperspektiven bieten, um gesund und finanziell gut abgesichert, würdevoll alt werden zu können. Die Menschen, die erwerbslos sind, brauchen endlich einen Arbeitsplatz, der ihnen Halt und ihre Würde zurückgibt. Kinderarmut darf in diesem reichen Land kein Thema sein. Doch arme Kinder haben arme Eltern und deshalb sollte es in jedem Haushalt mindestens eine Person geben, die gute Arbeit hat. Allerdings ist der Arbeitsmarkt unter den aktuellen Bedingungen nicht aufnahmefähig genug, um allen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz und damit berufliche Perspektiven zur Verfügung zu stellen und um allen Menschen, die arbeiten wollen, diese Teilhabe zu ermöglichen. Deshalb müssen einerseits die Verantwortlichen noch stärker in die Pflicht genommen werden, aber andererseits müssen auch Modelle entwickelt werden, die die vorhandene Arbeit gerechter auf Alle verteilt, sowie die bislang nicht geleistete, aber notwendige Arbeit generiert und denen anbietet, die bislang immer hinten in der Schlange stehen, nämlich den knapp 8.000 Langzeitarbeitslosen in Bochum. Für diese Gruppe fordert der DGB unter dem Stichwort „neuer sozialer Arbeitsmarkt“ neue sozialversicherungspflichtige, unbefristete und tariflich entlohnte Stellen in der Kommune und in den kommunalen Betrieben, um so Arbeit statt Erwerbslosigkeit zu finanzieren.“ 

Aber auch über Bochum hinaus gilt die gleiche Forderung nach Arbeitsbedingungen, die ordentliche Lebensperspektiven bieten, um gesund und finanziell gut abgesichert, würdevoll alt werden zu können.

  • Im Ennepe-Ruhr Kreis betrifft dies gut 103.000 Beschäftigte

  • In Herne gut 43.000 Beschäftigte    und

  • Im Märkischen Kreis gut 157.000 Beschäftigte.

 


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